Mcore and Talk study about personal data on smartphone title with illustration
Forschungsergebnisse

Persönliche Daten auf dem Handy

Besitz und Kontrolle über die eigenen Daten

Die Im Fokus-Umfrage in Kooperation mit m.core/WU Wien aus Oktober 2025 widmete sich der Frage, wie Personen über die Daten auf ihrem eigenen Handy denken. Insgesamt nahmen 322 Menschen teil, davon 50,3 Prozent weiblich und 0,6 Prozent divers, mit einem durchschnittlichen Alter von 44,09 Jahren. Im Zentrum standen persönliche Informationen wie Standortdaten, Kontaktlisten oder Fotos und die Frage, wie stark Besitz, Kontrolle und Schutzbedürfnis gegenüber diesen Daten wahrgenommen werden.

Wie viel Besitz wird über die Daten auf dem Handy empfunden?

Laut den Studienergebnissen sollten die Teilnehmenden auf einer Skala von 1 (Irgendwelche Daten) bis 7 (Meine Daten) angeben, in welchem Maß sie das Gefühl haben, dass es sich bei den Daten auf ihrem Handy um ihre eigenen Daten handelt. Die Verteilung zeigt, dass ein Teil der Befragten die Daten eher als weniger persönlich betrachtet, während ein deutlich größerer Anteil sie klar als „meine Daten“ empfindet.
Zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Weibliche Teilnehmende empfinden tendenziell mehr Besitz über die Daten auf dem eigenen Gerät (M = 6,04) als männliche Teilnehmende (M = 5,74).  Darüber hinaus ergibt sich ein Zusammenhang mit dem Alter: Je älter die Teilnehmenden waren, desto stärker ausgeprägt war das Besitzempfinden gegenüber den eigenen Daten (r = .203, p < .001).

Studie über persönliche Daten am Smartphone – Wie viel Besitz empfinden wir für die Daten auf unserem Handy?

Wie wird das Empfinden anderer Personen eingeschätzt?

Ein weiterer Teil der Studie untersuchte, ob sich das eigene Empfinden von dem unterscheidet, was Personen Anderen zutrauen. Laut den Ergebnissen glauben die Befragten, dass andere Menschen ihres Alters und Geschlechts ähnlich wenig Kontrolle über die eigenen Handydaten empfinden wie sie selbst. In diesem Punkt bestehen also kaum Unterschiede (p = .934).
Deutlicher fällt jedoch die Einschätzung beim Schutzbedarf aus. Die Teilnehmenden nahmen bei sich selbst ein signifikant stärkeres Bedürfnis wahr, die eigenen Daten schützen zu müssen, den Zugriff durch andere verwehren zu dürfen und diese Daten besitzen zu wollen, als sie es anderen zuschrieben (für alle drei Bereiche p < .001). Damit zeigt sich eine Differenz zwischen der Selbstwahrnehmung und der Einschätzung, wie andere mit ihren Daten umgehen würden.

Studie über persönliche Daten am Smartphone

Fazit

Laut den Studienergebnissen empfinden Menschen ihre persönlichen Handydaten überwiegend als etwas, das ihnen gehört und das schützenswert ist. Besonders ältere Personen und Frauen zeigen ein tendenziell stärker ausgeprägtes Besitzgefühl. Gleichzeitig schätzen die Befragten ihr eigenes Schutzbedürfnis höher ein als das anderer Personen.

Die vollständige Studie finden Sie hier!

 

veröffentlicht: 27.11.2025

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