Die Im Fokus Umfrage in Kooperation mit m.core/WU Wien beschäftigte sich im Januar 2026 mit dem Erwerb gebrauchter Kleidung. Im Zentrum stand die Frage, wie hoch die Bereitschaft ist, eine gebrauchte im Vergleich zu einer neuen Jeans zu kaufen, wie viel dafür bezahlt werden würde – und wie die Einschätzung anderer Personen ausfällt.
Für die Erhebung wurden 220 Teilnehmer*innen (51,8 % weiblich) mit einem Durchschnittsalter von 43,69 Jahren befragt.
Kaufintention: Würden Sie lieber eine neue oder gebrauchte Jeans kaufen?
Die Teilnehmenden gaben auf einer Skala von 1 bis 7 an, wie sehr sie bereit wären, eine neue bzw. eine gebrauchte Levi’s Jeans zu kaufen. Zusätzlich wurden sie gefragt, wie sie die Kaufbereitschaft bei anderen Personen gleichen Alters und Geschlechts einschätzen.
Die Ergebnisse zeigen eine leichte Präferenz für den Kauf einer neuen Jeans im Vergleich zu einer gebrauchten. Gleichzeitig gehen die Teilnehmenden davon aus, dass sich diese Tendenz auch bei anderen Personen ihres Alters und Geschlechts in ähnlicher Weise zeigt .
Darüber hinaus schätzen die Befragten die allgemeine Kaufbereitschaft anderer Personen höher ein – sowohl für neue als auch für gebrauchte Levi’s Jeans.

Zahlungsbereitschaft: Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung
Neben der Kaufintention wurde auch die Zahlungsbereitschaft (in Euro) erhoben.
Die Teilnehmenden sind insgesamt bereit, mehr für eine neue Jeans als für eine gebrauchte auszugeben. Gleichzeitig gehen sie davon aus, dass das bei anderen Personen auch der Fall ist – sowohl bei neuen als auch bei gebrauchten Modellen.
Damit zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung in Bezug auf Konsumentscheidungen.

Psychologischer Besitz: Fühlt sich der Besitz einer Jeans anders an?
Ein zentrales Ergebnis betrifft das Konzept des psychologischen Besitzes. Das Gefühl, dass eine Jeans als „eigene“ wahrgenommen wird, ist bei einer neuen Levi’s Jeans signifikant stärker ausgeprägt als bei einer gebrauchten.
Dieses Besitzgefühl steht in Zusammenhang mit der Zahlungsbereitschaft: Je stärker der psychologische Besitz empfunden wird, desto höher fällt auch die Bereitschaft aus, einen höheren Betrag zu investieren.
Fazit
Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild: Secondhand-Kleidung wird grundsätzlich in Betracht gezogen, gleichzeitig bleibt eine – wenn auch leichte – Präferenz für neue Produkte bestehen. Neben ökonomischen Überlegungen spielt dabei insbesondere das subjektive Besitzgefühl eine Rolle.
Die Umfrage macht deutlich, dass Kaufentscheidungen nicht ausschließlich preis- oder nachhaltigkeitsgetrieben sind, sondern auch durch psychologische Faktoren beeinflusst werden.
Die vollständige Studie finden Sie hier!
veröffentlicht: 04.03.2026


